Luther (1545)
Hiob 36
1Elihu redete weiter und sprach: Share to feedTweet 2Harre mir noch ein wenig, ich will dir's zeigen; denn ich habe noch von GOttes wegen was zu sagen. Share to feedTweet 3Ich will meinen Verstand weit holen und meinen Schöpfer beweisen, daß er recht sei. Share to feedTweet 4Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch sein, mein Verstand soll ohne Wandel vor dir sein. Share to feedTweet 5Siehe, GOtt verwirft die Mächtigen nicht; denn er ist auch mächtig von Kraft des Herzens. Share to feedTweet 6Den Gottlosen erhält er nicht, sondern hilft dem Elenden zum Rechten. Share to feedTweet 7Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten und die Könige läßt er sitzen auf dem Thron immerdar, daß sie hoch bleiben. Share to feedTweet 8Und wo Gefangene liegen in Stöcken und gebunden mit Stricken elendiglich, Share to feedTweet 9so verkündiget er ihnen, was sie getan haben, und ihre Untugend, daß sie mit Gewalt gefahren haben. Share to feedTweet 10Und öffnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen, daß sie sich von dem Unrechten bekehren sollen. Share to feedTweet 11Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben. Share to feedTweet 12Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen, ehe sie es gewahr werden. Share to feedTweet 13Die Heuchler, wenn sie der Zorn trifft, schreien sie nicht, wenn sie gefangen liegen; Share to feedTweet 14so wird ihre Seele mit Qual sterben und ihr Leben unter den Hurern. Share to feedTweet 15Aber den Elenden wird er aus seinem Elend erretten und dem Armen das Ohr öffnen in Trübsal. Share to feedTweet 16Er wird dich reißen aus dem weiten Rachen der Angst, die keinen Boden hat; und dein Tisch wird Ruhe haben, voll alles Guten. Share to feedTweet 17Du aber machst die Sache der Gottlosen gut, daß ihre Sache und Recht erhalten wird. Share to feedTweet 18Siehe zu, daß dich nicht vielleicht Zorn beweget habe, jemand zu plagen, oder groß Geschenk dich nicht gebeuget habe. Share to feedTweet 19Meinest du, daß er deine Gewalt achte, oder Gold, oder irgend eine Stärke oder Vermögen? Share to feedTweet 20Du darfst der Nacht nicht begehren, die Leute an ihrem Ort zu überfallen. Share to feedTweet 21Hüte dich und kehre dich nicht zum Unrecht, wie du denn vor Elend angefangen hast. Share to feedTweet 22Siehe, GOtt ist zu hoch in seiner Kraft; wo ist ein Lehrer, wie er ist? Share to feedTweet 23Wer will über ihn heimsuchen seinen Weg, und wer will zu ihm sagen: Du tust unrecht? Share to feedTweet 24Gedenke, daß du sein Werk nicht wissest, wie die Leute singen. Share to feedTweet 25Denn alle Menschen sehen das, die Leute schauen's von ferne. Share to feedTweet 26Siehe, GOtt ist groß und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann niemand forschen. Share to feedTweet 27Er macht das Wasser zu kleinen Tropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen, Share to feedTweet 28daß die Wolken fließen und triefen sehr auf die Menschen. Share to feedTweet 29Wenn er vornimmt, die Wolken auszubreiten, wie sein hoch Gezelt, Share to feedTweet 30siehe, so breitet er aus seinen Blitz über dieselben und bedecket alle Enden des Meers. Share to feedTweet 31Denn damit schreckt er die Leute und gibt doch Speise die Fülle. Share to feedTweet 32Er decket den Blitz wie mit Händen und heißt es doch wiederkommen. Share to feedTweet 33Davon zeuget sein Geselle, nämlich des Donners Zorn in Wolken. Share to feedTweet