Luther (1545)
Hiob 34
1Und Elihu antwortete und sprach: Share to feedTweet 2Höret, ihr Weisen, meine Rede, und ihr Verständigen, merket auf mich! Share to feedTweet 3Denn das Ohr prüfet die Rede, und der Mund schmecket die Speise. Share to feedTweet 4Laßt uns ein Urteil erwählen, daß wir erkennen unter uns, was gut sei. Share to feedTweet 5Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht, und GOtt weigert mir mein Recht. Share to feedTweet 6Ich muß lügen, ob ich wohl recht habe, und bin gequälet von meinen Pfeilen, ob ich wohl nichts verschuldet habe. Share to feedTweet 7Wer ist ein solcher wie Hiob, der da Spötterei trinket wie Wasser Share to feedTweet 8und auf dem Wege gehet mit den Übeltätern und wandelt mit den gottlosen Leuten? Share to feedTweet 9Denn er hat gesagt: Wenn jemand schon fromm ist, so gilt er doch nichts bei GOtt. Share to feedTweet 10Darum höret mir zu, ihr weisen Leute: Es sei ferne, daß GOtt sollte gottlos sein und der Allmächtige ungerecht, Share to feedTweet 11sondern er vergilt dem Menschen, danach er verdienet hat, und trifft einen jeglichen nach seinem Tun. Share to feedTweet 12Ohne Zweifel, GOtt verdammet niemand mit Unrecht, und der Allmächtige beuget das Recht nicht. Share to feedTweet 13Wer hat, das auf Erden ist, verordnet, und wer hat den ganzen Erdboden gesetzt? Share to feedTweet 14So er sich's würde unterwinden, so würde er aller Geist und Odem zu sich sammeln. Share to feedTweet 15Alles Fleisch würde miteinander vergehen, und der Mensch würde wieder zu Asche werden. Share to feedTweet 16Hast du nun Verstand, so höre das und merke auf die Stimme meiner Rede. Share to feedTweet 17Sollte einer darum das Recht zwingen, daß er's hasset? Und daß du stolz bist, solltest du darum den Gerechten verdammen? Share to feedTweet 18Sollt einer zum Könige sagen: Du loser Mann! und zu den Fürsten: Ihr Gottlosen!? Share to feedTweet 19Der doch nicht ansiehet die Person der Fürsten und kennet den Herrlichen nicht mehr denn den Armen; denn sie sind alle seiner Hände Werk. Share to feedTweet 20Plötzlich müssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen; die Mächtigen werden kraftlos weggenommen. Share to feedTweet 21Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle ihre Gänge. Share to feedTweet 22Es ist kein Finsternis noch Dunkel, daß sich da möchten verbergen die Übeltäter. Share to feedTweet 23Denn es wird niemand gestattet, daß er mit GOtt rechte. Share to feedTweet 24Er bringet der Stolzen viel um, die nicht zu zählen sind, und stellet andere an ihre Statt, Share to feedTweet 25darum daß er kennet ihre Werke und kehret sie um des Nachts, daß sie zerschlagen werden. Share to feedTweet 26Er wirft die Gottlosen über einen Haufen, da man's gerne siehet, Share to feedTweet 27darum daß sie von ihm weggewichen sind und verstunden seiner Wege keinen, Share to feedTweet 28daß das Schreien der Armen mußte vor ihn kommen, und er das Schreien der Elenden hörete. Share to feedTweet 29Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? und wenn er das Antlitz verbirget, wer will ihn schauen unter den Völkern und Leuten? Share to feedTweet 30Und läßt über sie regieren einen Heuchler, das Volk zu drängen. Share to feedTweet 31Ich muß für GOtt reden und kann's nicht lassen. Share to feedTweet 32Hab ich's nicht getroffen, so lehre du mich's besser; hab ich unrecht gehandelt, ich will's nicht mehr tun. Share to feedTweet 33Man wartet der Antwort von dir, denn du verwirfst alles; und du hast's angefangen und nicht ich. Weißest du nun was, so sage an! Share to feedTweet 34Weise Leute lasse ich mir sagen, und ein weiser Mann gehorchet mir. Share to feedTweet 35Aber Hiob redete mit Unverstand, und seine Worte sind nicht klug. Share to feedTweet 36Mein Vater! laß Hiob versucht werden bis ans Ende, darum daß er sich zu unrechten Leuten kehret. Share to feedTweet 37Er hat über seine Sünde dazu noch gelästert; darum laß Ihn zwischen uns geschlagen werden und danach viel wider GOtt plaudern. Share to feedTweet