Luther (1545)
Hiob 20
1Da antwortete Zophar von Naema und sprach: Share to feedTweet 2Darauf muß ich antworten und kann nicht harren. Share to feedTweet 3Und will gerne hören, wer mir das soll strafen und tadeln; denn der Geist meines Verstandes soll für mich antworten. Share to feedTweet 4Weißt du nicht, daß es allezeit so gegangen ist, seit daß Menschen auf Erden gewesen sind; Share to feedTweet 5daß der Ruhm der Gottlosen stehet nicht lange, und die Freude des Heuchlers währet einen Augenblick? Share to feedTweet 6Wenn gleich seine Höhe in den Himmel reichet und sein Haupt an die Wolken rühret, Share to feedTweet 7so wird er doch zuletzt umkommen wie ein Kot, daß die, vor denen er ist angesehen, werden sagen: Wo ist er? Share to feedTweet 8Wie ein Traum vergehet, so wird er auch nicht funden werden, und wie ein Gesicht in der Nacht verschwindet. Share to feedTweet 9Welch Auge ihn gesehen hat, wird ihn nicht mehr sehen, und seine Stätte wird ihn nicht mehr schauen. Share to feedTweet 10Seine Kinder werden betteln gehen, und seine Hand wird ihm Mühe zu Lohn geben. Share to feedTweet 11Seine Beine werden seine heimliche Sünde wohl bezahlen und werden sich mit ihm in die Erde legen. Share to feedTweet 12Wenn ihm die Bosheit gleich in seinem Munde wohl schmeckt, wird sie doch ihm in seiner Zunge fehlen. Share to feedTweet 13Sie wird aufgehalten und ihm nicht gestattet, und wird ihm gewehret werden in seinem Halse. Share to feedTweet 14Seine Speise inwendig im Leibe wird sich verwandeln in Otterngalle. Share to feedTweet 15Die Güter, die er verschlungen hat, muß er wieder ausspeien; und GOtt wird sie aus seinem Bauch stoßen. Share to feedTweet 16Er wird der Ottern Galle saugen, und die Zunge der Schlange wird ihn töten. Share to feedTweet 17Er wird nicht sehen die Ströme noch die Wasserbäche, die mit Honig und Butter fließen. Share to feedTweet 18Er wird arbeiten und des nicht genießen; und seine Güter werden andern, daß er deren nicht froh wird. Share to feedTweet 19Denn er hat unterdrückt und verlassen den Armen; er hat Häuser zu sich gerissen, die er nicht erbauet hat. Share to feedTweet 20Denn sein Wanst konnte nicht voll werden, und wird durch sein köstlich Gut nicht entrinnen. Share to feedTweet 21Es wird seiner Speise nicht überbleiben; darum wird sein gut Leben keinen Bestand haben. Share to feedTweet 22Wenn er gleich die Fülle und genug hat, wird ihm doch angst werden; allerhand Mühe wird über ihn kommen. Share to feedTweet 23Es wird ihm der Wanst einmal voll werden, und er wird den Grimm seines Zornes über ihn senden; er wird über ihn regnen lassen seinen Streit. Share to feedTweet 24Er wird fliehen vor dem eisernen Harnisch, und der eherne Bogen wird ihn verjagen. Share to feedTweet 25Ein bloß Schwert wird durch ihn ausgehen, und des Schwerts Blitz, der ihm bitter sein wird, wird mit Schrecken über ihn fahren. Share to feedTweet 26Es ist keine Finsternis da, die ihn verdecken möchte. Es wird ihn ein Feuer verzehren, das nicht aufgeblasen ist; und wer übrig ist in seiner Hütte, dem wird's übel gehen. Share to feedTweet 27Der Himmel wird seine Missetat eröffnen, und die Erde wird sich wider ihn setzen. Share to feedTweet 28Das Getreide in seinem Hause wird weggeführet werden, zerstreuet am Tage seines Zorns. Share to feedTweet 29Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei GOtt und das Erbe seiner Rede bei GOtt. Share to feedTweet