Luther (1545)
Sprüche 19
1Ein Armer, der in seiner Frömmigkeit wandelt, ist besser denn ein Verkehrter mit seinen Lippen, der doch ein Narr ist. Share to feedTweet 2Wo man nicht mit Vernunft handelt, da geht es nicht wohl zu; und wer schnell ist mit Füßen, der tut Schaden. Share to feedTweet 3Die Torheit eines Menschen verleitet seinen Weg; da sein Herz wider den HErrn tobet. Share to feedTweet 4Gut macht viel Freunde; aber der Arme wird von seinen Freunden verlassen. Share to feedTweet 5Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen frech redet, wird nicht entrinnen. Share to feedTweet 6Viele warten auf die Person des Fürsten und sind alle Freunde des, der Geschenke gibt. Share to feedTweet 7Den Armen hassen alle seine Brüder, ja auch seine Freunde fernen sich von ihm; und wer sich auf Worte verläßt, dem wird nichts. Share to feedTweet 8Wer klug ist, liebet sein Leben; und der Verständige findet Gutes. Share to feedTweet 9Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer frech Lügen redet, wird umkommen. Share to feedTweet 10Dem Narren stehet nicht wohl an, gute Tage haben, viel weniger einem Knechte, zu herrschen über Fürsten. Share to feedTweet 11Wer geduldig ist, der ist ein kluger Mensch, und ist ihm ehrlich, daß er Untugend überhören kann. Share to feedTweet 12Die Ungnade des Königs ist wie das Brüllen eines jungen Löwen; aber seine Gnade ist wie Tau auf dem Grase. Share to feedTweet 13Ein närrischer Sohn ist seines Vaters Herzeleid und ein zänkisch Weib ein stetiges Triefen. Share to feedTweet 14Haus und Güter erben die Eltern; aber ein vernünftig Weib kommt vom HErrn. Share to feedTweet 15Faulheit bringt Schlafen, und eine lässige Seele wird Hunger leiden. Share to feedTweet 16Wer das Gebot bewahret, der bewahret sein Leben; wer aber seinen Weg verachtet, wird sterben. Share to feedTweet 17Wer sich des Armen erbarmet, der leihet dem HErrn; der wird ihm wieder Gutes vergelten. Share to feedTweet 18Züchtige deinen Sohn, weil Hoffnung da ist; aber laß deine Seele nicht bewegt werden, ihn zu töten. Share to feedTweet 19Denn großer Grimm bringt Schaden; darum laß ihn los, so kannst du ihn mehr züchtigen. Share to feedTweet 20Gehorche dem Rat und nimm Zucht an, daß du hernach weise seiest. Share to feedTweet 21Es sind viel Anschläge in eines Mannes Herzen; aber der Rat des HErrn bleibet stehen. Share to feedTweet 22Einen Menschen lüstet seine Wohltat; und ein Armer ist besser denn ein Lügner. Share to feedTweet 23Die Furcht des HErrn fördert zum Leben und wird satt bleiben, daß kein Übel sie heimsuchen wird. Share to feedTweet 24Der Faule verbirgt seine Hand im Topf und bringt sie nicht wieder zum Munde. Share to feedTweet 25Schlägt man den Spötter, so wird der Alberne witzig; straft man einen Verständigen, so wird er vernünftig. Share to feedTweet 26Wer Vater verstöret und Mutter verjaget, der ist ein schändlich und verflucht Kind. Share to feedTweet 27Laß ab, mein Sohn, zu hören die Zucht, die da abführet von vernünftiger Lehre! Share to feedTweet 28Ein loser Zeuge spottet des Rechts, und der Gottlosen Mund verschlinget das Unrecht. Share to feedTweet 29Den Spöttern sind Strafen bereitet und Schläge auf der Narren Rücken. Share to feedTweet