Luther (1545)
Psalm 74
1Eine Unterweisung Assaphs. GOtt, warum verstößest du uns so gar und bist so grimmig zornig über die Schafe deiner Weide? Share to feedTweet 2Gedenk an deine Gemeine, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil erlöset hast, an den Berg Zion, da du auf wohnest. Share to feedTweet 3Tritt auf sie mit Füßen und stoße sie gar zu Boden. Der Feind hat alles verderbet im Heiligtum. Share to feedTweet 4Deine Widerwärtigen brüllen in deinen Häusern und setzen ihre Götzen drein. Share to feedTweet 5Man siehet die Äxte oben her blicken, wie man in einen Wald hauet, Share to feedTweet 6und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten. Share to feedTweet 7Sie verbrennen dein Heiligtum, sie entweihen die Wohnung deines Namens zu Boden. Share to feedTweet 8Sie sprechen in ihrem Herzen: Laßt uns sie plündern! Sie verbrennen alle Häuser GOttes im Lande. Share to feedTweet 9Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und kein Lehrer lehret uns mehr. Share to feedTweet 10Ach, GOtt, wie lange soll der Widerwärtige schmähen und der Feind deinen Namen so gar verlästern? Share to feedTweet 11Warum wendest du deine Hand ab und deine Rechte von deinem Schoß so gar? Share to feedTweet 12Aber GOtt ist mein König von alters her, der alle Hilfe tut, so auf Erden geschieht. Share to feedTweet 13Du zertrennest das Meer durch deine Kraft und zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wasser. Share to feedTweet 14Du zerschlägst die Köpfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einöde. Share to feedTweet 15Du lässest quellen Brunnen und Bäche; du lässest versiegen starke Ströme. Share to feedTweet 16Tag und Nacht ist dein; du machest, daß beide Sonn und Gestirn ihren gewissen Lauf haben. Share to feedTweet 17Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machest du. Share to feedTweet 18So gedenke doch des, daß der Feind den HErrn schmähet, und ein töricht Volk lästert deinen Namen. Share to feedTweet 19Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Turteltaube und deiner elenden Tiere nicht so gar vergessen. Share to feedTweet 20Gedenk an den Bund; denn das Land ist allenthalben jämmerlich verheeret, und die Häuser sind zerrissen. Share to feedTweet 21Laß den Geringen nicht mit Schanden davongehen, denn die Armen und Elenden rühmen deinen Namen. Share to feedTweet 22Mache dich auf, GOtt, und führe aus deine Sache; gedenk an die Schmach, die dir täglich von den Toren widerfähret. Share to feedTweet 23Vergiß nicht des Geschreies deiner Feinde; das Toben deiner Widerwärtigen wird je länger je größer. Share to feedTweet