Luther (1545)
Psalm 49
1Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. Share to feedTweet 2Höret zu, alle Völker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben, Share to feedTweet 3beide gemein Mann und Herren, beide reich und arm miteinander. Share to feedTweet 4Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen. Share to feedTweet 5Wir wollen einen guten Spruch hören und ein fein Gedicht auf der Harfe spielen. Share to feedTweet 6Warum sollt ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Übertreter umgibt? Share to feedTweet 7Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren großen Reichtum. Share to feedTweet 8Kann doch ein Bruder niemand erlösen noch GOtt jemand versöhnen; Share to feedTweet 9denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erlösen, daß er's muß lassen anstehen ewiglich, Share to feedTweet 10ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet. Share to feedTweet 11Denn man wird sehen, daß solche Weisen doch sterben, sowohl als die Toren und Narren umkommen, und müssen ihr Gut andern lassen. Share to feedTweet 12Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währen immerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für und haben große Ehre auf Erden. Share to feedTweet 13Dennoch können sie nicht bleiben in solcher Würde, sondern müssen davon wie ein Vieh. Share to feedTweet 14Dies ihr Tun ist eitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde Sela. Share to feedTweet 15Sie liegen in der Hölle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen, in der Hölle müssen sie bleiben. Share to feedTweet 16Aber GOtt wird meine Seele erlösen aus der Hölle Gewalt; denn er hat mich angenommen. Sela. Share to feedTweet 17Laß dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird. Share to feedTweet 18Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren. Share to feedTweet 19sondern er tröstet sich dieses guten Lebens und preiset es, wenn einer nach guten Tagen trachtet. Share to feedTweet 20Kurz, wenn ein Mensch in der Würde ist und hat keinen Verstand, so fähret er davon wie ein Vieh. Share to feedTweet