Luther (1545)
Psalm 18
1Ein Psalm vorzusingen, Davids, des HErrn Knechts, welcher hat dem HErrn die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der HErr errettet hatte von der Hand seiner Feinde und von der Hand Sauls, Share to feedTweet 2und sprach: Herzlich lieb habe ich dich, HErr, meine Stärke, Share to feedTweet 3HErr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein GOtt, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz! Share to feedTweet 4Ich will den HErrn loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden erlöset. Share to feedTweet 5Denn es umfingen mich des Todes Bande, und die Bäche Belials erschreckten mich; Share to feedTweet 6der Höllen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. Share to feedTweet 7Wenn mir angst ist, so rufe ich den HErrn an und schreie zu meinem GOtt, so erhöret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei kommt vor ihn zu seinen Ohren. Share to feedTweet 8Die Erde bebete und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regeten sich und bebeten, da er zornig war. Share to feedTweet 9Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzete. Share to feedTweet 10Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. Share to feedTweet 11Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebete auf den Fittichen des Windes. Share to feedTweet 12Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze dicke Wolken, darin er verborgen war. Share to feedTweet 13Vom Glanz vor ihm trenneten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen. Share to feedTweet 14Und der HErr donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen. Share to feedTweet 15Er schoß seine Strahlen und zerstreuete sie; er ließ sehr blitzen und schreckte sie. Share to feedTweet 16Da sah man Wassergüsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HErr, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase. Share to feedTweet 17Er schickte aus von der Höhe und holete mich und zog mich aus großen Wassern. Share to feedTweet 18Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren, Share to feedTweet 19Die mich überwältigten zur Zeit meines Unfalls; und der HErr ward meine Zuversicht. Share to feedTweet 20Und er führete mich aus in den Raum, er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir. Share to feedTweet 21Der HErr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände. Share to feedTweet 22Denn ich halte die Wege des HErrn und bin nicht gottlos wider meinen GOtt. Share to feedTweet 23Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen und seine Gebote werfe ich nicht von mir, Share to feedTweet 24sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und hüte mich vor Sünden. Share to feedTweet 25Darum vergilt mir der HErr nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hände vor seinen Augen. Share to feedTweet 26Beiden Heiligen bist du heilig und bei den Frommen bist du fromm Share to feedTweet 27und bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du verkehrt. Share to feedTweet 28Denn du hilfst dem elenden Volk und die hohen Augen niedrigest du. Share to feedTweet 29Denn du erleuchtest meine Leuchte; der HErr, mein GOtt, macht meine Finsternis licht. Share to feedTweet 30Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeißen und mit meinem GOtt über die Mauern springen. Share to feedTweet 31GOttes Wege sind ohne Wandel; die Reden des HErrn sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. Share to feedTweet 32Denn wo ist ein GOtt ohne dem HErrn? oder ein Hort ohne unsern GOtt? Share to feedTweet 33GOtt rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Wandel. Share to feedTweet 34Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellet mich auf meine Höhe. Share to feedTweet 35Er lehret meine Hand streiten und lehret meinen Arm einen ehernen Bogen spannen. Share to feedTweet 36Und gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärket mich; und wenn du mich demütigest, machst du mich groß. Share to feedTweet 37Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht gleiten. Share to feedTweet 38Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. Share to feedTweet 39Ich will sie zerschmeißen, und sollen mir nicht widerstehen; sie müssen unter meine Füße fallen. Share to feedTweet 40Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen: Share to feedTweet 41Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstöre. Share to feedTweet 42Sie rufen, aber da ist kein Helfer; zum HErrn, aber er antwortet ihnen nicht. Share to feedTweet 43Ich will sie zerstoßen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegräumen wie den Kot auf der Gasse. Share to feedTweet 44Du hilfst mir von dem zänkischen Volk und machst mich ein Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir. Share to feedTweet 45Es gehorchet mir mit gehorsamen Ohren; ja, den fremden Kindern hat's wider mich gefehlet. Share to feedTweet 46Die fremden Kinder verschmachten und zappeln in ihren Banden: Share to feedTweet 47Der HErr lebet, und gelobet sei mein Hort; und der GOtt meines Heils müsse erhaben werden, Share to feedTweet 48der GOtt, der mir Rache gibt und zwinget die Völker unter mich, Share to feedTweet 49der mich errettet von meinen Feinden und erhöhet mich aus denen, die sich wider mich setzen. Du hilfst mir von den Frevlern. Share to feedTweet 50der seinem Könige groß Heil beweiset und wohltut seinem Gesalbten, David, und seinem Samen ewiglich. Share to feedTweet