Luther (1545)
Matthäus 14
1Zu der Zeit kam das Gerücht von JEsu vor den Vierfürsten Herodes. Share to feedTweet 2Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Täufer; er ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten. Share to feedTweet 3Denn Herodes hatte Johannes gegriffen, gebunden und in das Gefängnis gelegt von wegen der Herodias, seines Bruders Philippus Weib. Share to feedTweet 4Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, daß du sie habest. Share to feedTweet 5Und er hätte ihn gerne getötet, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn für einen Propheten. Share to feedTweet 6Da aber Herodes seinen Jahrestag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl. Share to feedTweet 7Darum verhieß er ihr mit einem Eide, er wollte ihr geben, was sie fordern würde. Share to feedTweet 8Und als sie zuvor von ihrer Mutter zugerichtet war, sprach sie: Gib mir her auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers! Share to feedTweet 9Und der König ward traurig; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tische saßen, befahl er's ihr zu geben. Share to feedTweet 10Und schickte hin und enthauptete Johannes im Gefängnis. Share to feedTweet 11Und sein Haupt ward hergetragen in einer Schüssel und dem Mägdlein gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter. Share to feedTweet 12Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leib und begruben ihn und kamen und verkündigten das JEsu. Share to feedTweet 13Da das JEsus hörete, wich er von dannen auf einem Schiff in eine Wüste allein. Und da das Volk das hörete, folgte es ihm nach zu Fuß aus den Städten. Share to feedTweet 14Und JEsus ging hervor und sah das große Volk; und es jammerte ihn derselbigen und heilete ihre Kranken. Share to feedTweet 15Am Abend aber traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Dies ist eine Wüste, und die Nacht fällt daher; laß das Volk von dir, daß sie hin in die Märkte gehen und ihnen Speise kaufen. Share to feedTweet 16Aber JEsus sprach zu ihnen: Es ist nicht not, daß sie hingehen; gebt ihr ihnen zu essen! Share to feedTweet 17Sie sprachen: Wir haben hier nichts denn fünf Brote und zwei Fische. Share to feedTweet 18Und er sprach: Bringet mir sie her! Share to feedTweet 19Und er hieß das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf gen Himmel und dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Share to feedTweet 20Und sie aßen alle und wurden satt und huben auf, was übrigblieb von Brocken, zwölf Körbe voll. Share to feedTweet 21Die aber gegessen hatten, der waren bei fünftausend Mann ohne Weiber und Kinder. Share to feedTweet 22Und alsbald trieb JEsus seine Jünger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm herüberfuhren, bis er das Volk von sich ließe. Share to feedTweet 23Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg alleine, daß er betete. Und am Abend war er alleine daselbst. Share to feedTweet 24Und das Schiff war schon mitten, auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der Wind war ihnen wider. Share to feedTweet 25Aber in der vierten Nachtwache kam JEsus zu ihnen und ging auf dem Meer. Share to feedTweet 26Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst! und schrieen vor Furcht. Share to feedTweet 27Und alsbald redete JEsus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht! Share to feedTweet 28Petrus aber antwortete ihm und sprach: HErr, bist du es, so heiß mich zu dir kommen auf dem Wasser. Share to feedTweet 29Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, daß er zu JEsu käme. Share to feedTweet 30Er sah aber einen starken Wind. Da erschrak er und hub an zu sinken, schrie und sprach: HErr, hilf mir! Share to feedTweet 31JEsus aber reckte bald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: O du Kleingläubiger, warum zweifeltest du? Share to feedTweet 32Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich. Share to feedTweet 33Die aber im Schiff waren, kamen und fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrlich GOttes Sohn. Share to feedTweet 34Und sie schifften hinüber und kämen in das Land Genezareth. Share to feedTweet 35Und da die Leute am selbigen Ort sein gewahr wurden, schickten sie aus in das ganze Land umher und brachten allerlei Ungesunde zu ihm Share to feedTweet 36und baten ihn, daß sie nur seines Kleides Saum anrühreten. Und alle, die da anrühreten, wurden gesund. Share to feedTweet