Luther (1545)
Lukas 21
1Er sah aber auf und schauete die Reichen, wie sie ihre Opfer einlegten in den Gotteskasten. Share to feedTweet 2Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein. Share to feedTweet 3Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr denn sie alle eingelegt. Share to feedTweet 4Denn diese alle haben aus ihrem Überfluß eingelegt zu dem Opfer GOttes; sie aber hat von ihrer Armut alle ihre Nahrung, die sie hatte, eingelegt. Share to feedTweet 5Und da etliche sagten von dem Tempel, daß er geschmückt wäre von feinen Steinen und Kleinoden, sprach er: Share to feedTweet 6Es wird die Zeit kommen, in welcher des alles, das ihr sehet, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde. Share to feedTweet 7Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann soll das werden? und welches ist das Zeichen, wann das geschehen wird? Share to feedTweet 8Er aber sprach: Sehet zu, lasset euch nicht verführen! Denn viele werden kommen in meinem Namen und sagen, ich sei es, und: Die Zeit ist herbeikommen. Folget ihnen nicht nach! Share to feedTweet 9Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Empörungen, so entsetzet euch nicht. Denn solches muß zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da. Share to feedTweet 10Da sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben über das andere und ein Reich über das andere. Share to feedTweet 11Und werden geschehen große Erdbebungen hin und her, teure Zeit und Pestilenz. Auch werden Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel geschehen. Share to feedTweet 12Aber vor diesem allem werden sie die Hände an euch legen und verfolgen und werden euch überantworten in ihre Schulen und Gefängnisse und vor Könige und Fürsten ziehen um meines Namens willen. Share to feedTweet 13Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis. Share to feedTweet 14So nehmet nun zu Herzen, daß ihr nicht sorget, wie ihr euch verantworten sollt. Share to feedTweet 15Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen widersprechen mögen noch widerstehen alle eure Widerwärtigen. Share to feedTweet 16Ihr werdet aber überantwortet werden von den Eltern, Brüdern, Gefreundeten und Freunden; und sie werden euer etliche töten. Share to feedTweet 17Und ihr werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen. Share to feedTweet 18Und ein Haar von eurem Haupt soll nicht umkommen. Share to feedTweet 19Fasset eure Seelen mit Geduld! Share to feedTweet 20Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert mit einem Heer, so merket, daß herbeikommen ist ihre Verwüstung. Share to feedTweet 21Alsdann wer in Judäa ist, der fliehe auf das Gebirge; und wer mitten drinnen ist, der weiche heraus; und wer auf dem Lande ist, der komme nicht hinein. Share to feedTweet 22Denn das sind die Tage der Rache, daß erfüllet werde alles, was geschrieben ist. Share to feedTweet 23Wehe aber den Schwangern und Säugerinnen in denselbigen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und ein Zorn über dies Volk. Share to feedTweet 24Und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen geführt unter alle Völker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllet wird. Share to feedTweet 25Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein und werden zagen; und das Meer und die Wasserwogen werden brausen. Share to feedTweet 26Und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen. Share to feedTweet 27Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Share to feedTweet 28Wenn aber dieses anfänget zu geschehen, so sehet auf und hebet eure Häupter auf, darum daß sich eure Erlösung nahet. Share to feedTweet 29Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume! Share to feedTweet 30Wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr's an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Share to feedTweet 31Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich GOttes nahe ist. Share to feedTweet 32Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe. Share to feedTweet 33Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Share to feedTweet 34Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell über euch; Share to feedTweet 35denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. Share to feedTweet 36So seid nun wacker allezeit und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehen diesem allem, was geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. Share to feedTweet 37Und er lehrete des Tages im Tempel; des Nachts aber ging er aus und blieb über Nacht am Ölberge. Share to feedTweet 38Und alles Volk machte sich frühe auf zu ihm, im Tempel ihn zu hören. Share to feedTweet