Luther (1545)
Hiob 27
1Und Hiob fuhr fort und hub an seine Sprüche und sprach: Share to feedTweet 2So wahr GOtt lebt, der mir mein Recht nicht gehen lässet, und der Allmächtige, der meine Seele betrübet, Share to feedTweet 3solange mein Odem in mir ist, und das Schnauben von GOtt in meiner Nase ist: Share to feedTweet 4meine Lippen sollen nichts Unrechts reden, und meine Zunge soll keinen Betrug sagen. Share to feedTweet 5Das sei ferne von mir, daß ich euch recht gebe; bis daß mein Ende kommt, will ich nicht weichen von meiner Frömmigkeit. Share to feedTweet 6Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein Gewissen beißt mich nicht meines ganzen Lebens halber. Share to feedTweet 7Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloser, und der sich wider mich auflehnet, ein Ungerechter. Share to feedTweet 8Denn was ist die Hoffnung des Heuchlers, daß er so geizig ist, und GOtt doch seine Seele hinreißet? Share to feedTweet 9Meinest du, daß GOtt sein Schreien hören wird, wenn die Angst über ihn kommt? Share to feedTweet 10Wie kann er an dem Allmächtigen Lust haben und GOtt etwa anrufen? Share to feedTweet 11Ich will euch lehren von der Hand GOttes; und was bei dem Allmächtigen gilt, will ich nicht verhehlen. Share to feedTweet 12Siehe, ihr haltet euch alle für klug. Warum gebt ihr denn solch unnütze Dinge vor? Share to feedTweet 13Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei GOtt und das Erbe der Tyrannen, das sie von dem Allmächtigen nehmen werden. Share to feedTweet 14Wird er viel Kinder haben, so werden sie des Schwerts sein; und seine Nachkömmlinge werden des Brots nicht satt haben. Share to feedTweet 15Seine Übrigen werden im Tode begraben werden, und seine Witwen werden nicht weinen. Share to feedTweet 16Wenn er Geld zusammenbringet wie Erde und sammelt Kleider wie Leimen, Share to feedTweet 17so wird er es wohl bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und der Unschuldige wird das Geld austeilen. Share to feedTweet 18Er bauet sein Haus wie eine Spinne, und wie ein Hüter einen Schauer machet. Share to feedTweet 19Der Reiche, wenn er sich legt, wird er's nicht mitraffen; er wird seine Augen auftun, und da wird nichts sein. Share to feedTweet 20Es wird ihn Schrecken überfallen wie Wasser; des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen. Share to feedTweet 21Der Ostwind wird ihn wegführen, daß er dahinfähret, und Ungestüm wird ihn von seinem Ort treiben. Share to feedTweet 22Er wird solches über ihn führen und wird sein nicht schonen; es wird ihm alles aus seinen Händen entfliehen. Share to feedTweet 23Man wird über ihn mit den Händen klappen und über ihn zischen, da er gewesen ist. Share to feedTweet