Luther (1545)
Galater 5
1So bestehet nun in der Freiheit, damit uns Christus befreiet hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen! Share to feedTweet 2Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wo ihr euch beschneiden lasset, so ist euch Christus kein nütze. Share to feedTweet 3Ich zeuge abermal einem jeden, der sich beschneiden läßt, daß er noch das ganze Gesetz schuldig ist zu tun. Share to feedTweet 4Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefallen. Share to feedTweet 5Wir aber warten im Geist durch den Glauben der Gerechtigkeit, der man hoffen muß. Share to feedTweet 6Denn in Christo JEsu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist. Share to feedTweet 7Ihr liefet fein. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? Share to feedTweet 8Solch Überreden ist nicht von dem, der euch berufen hat. Share to feedTweet 9Ein wenig Sauerteig versäuert den ganzen Teig. Share to feedTweet 10Ich versehe mich zu euch in dem HErrn, ihr werdet nicht anders gesinnet sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle. Share to feedTweet 11Ich aber, liebe Brüder, so ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich denn Verfolgung? So hätte das Ärgernis des Kreuzes aufgehöret. Share to feedTweet 12Wollte GOtt, daß sie auch ausgerottet würden, die euch verstören! Share to feedTweet 13Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen Allein sehet zu, daß ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet, sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Share to feedTweet 14Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllet, in dem: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Share to feedTweet 15So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht untereinander verzehret werdet. Share to feedTweet 16Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Share to feedTweet 17Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch. Dieselbigen sind wider einander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Share to feedTweet 18Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Share to feedTweet 19Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Share to feedTweet 20Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Share to feedTweet 21Saufen, Fressen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich GOttes nicht erben. Share to feedTweet 22Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Share to feedTweet 23Wider solche ist das Gesetz nicht. Share to feedTweet 24Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. Share to feedTweet 25So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Share to feedTweet 26Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, untereinander zu entrüsten und zu hassen! Share to feedTweet